Re: 10 dinge die ich an dir hasse


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Geschrieben von ein ausländer am 12. Juli 2003 18:02:11:

Als Antwort auf: Re: 10 dinge die ich an dir hasse geschrieben von Jürgen am 11. Juli 2003 18:27:01:

>>
>>>du hast dich mit deinem Versuch zwar ein bisschen an Max J. Wolff orientiert, aber doch einen sehr hübschen neuen Text geschrieben. Sei beglückwünscht! Das ist eine große Leistung für jemanden, der erst seit 7 Jahren Deutsch lernt!
>>jaja. sobald man verrät, man sei ein ausländer, wird man daran ständig erinnert, natuerlich in der form eines kompliments, wie "hervorragend fuer einen ausländer".
>>oder es werden einem dann ständig sprach- und sogar tippfehler korrigiert. kann denn keiner verstehen, dass man wenigstens im internet in ruhe über interessante themen diskutieren will, ohne ständig an eigene sprachmakel erinnert zu werden, auch wenn es gut gemeint ist? zumal jeder zehnte deutsche laut werbung nicht richtig lesen und schreiben kann.
>>grüsse
>>ein ausländer, der sich nicht outen will, um ständig nicht daran erinnert zu werden
>Was ist an einem Ausländer so Schlimmes, dass man nicht daran erinnert werden mag? Oder daran, dass man sich sonstwie unterscheidet? Und was hat das mit den Rechtschreibkenntnissen der Deutschen zu tun? Und wo redet hier jemand von einem "Sprachmakel"? Als Marzena sich hier vorstellte, wurde sie mit pro-polnischen Begrüßungsschreien geradezu überschüttet. Wirklich, was ist da so Schlimmes dran? Das schöne Ziel, als Nicht-Muttersprachler, also nach der Spracherwerbs-Kindheit, eine fremde Sprache so zu lernen, dass keiner mehr hört, dass hier ein Nicht-Muttersprachler redet, erreicht von 1000 Kandidaten vielleicht einer. Was hat der nun davon, wenn ihn keiner mehr beim Zuhören spontan lobt für die ganz unglaubliche Leistung, die er erbracht hat? Wenn mich jemand auf eine Besonderheit anredet, die weder ehrenrührig ("Ich höre, Sie verbrachten das vergangene Jahr im Gefängnis?") noch ekelerregend ("Dass Sie auch immer so schlimm stinken!") noch sonstwie peinlich ist, dann sind Besonderheiten aller Art doch der beste Weg, die Besonderheit eines Menschen wahrzunehmen, findest du nicht?
>J.


einmal dazu beglückwünscht zu werden geht ja in ordnung.
zweimal auch. aber jedes mal, von jedem, den man kennenlernt, sowas zu hören nervt wirklich. und im netz geht es wohl nicht anders. naja, ich erwarte nicht, dass ihr das versteht, es sei denn, ihr lebt irgendwann mal längere zeit in einem fremden, nicht englischsprachigen land (englisch gut kennen scheint ja selbstverständlich zu sein). dann werdet ihr irgendwann mal bei jedem solchen obligatorischen glückwunsch zu der guten beherrschung der entsprechenden landessprache nur denken: bitte, nicht schon wieder.
ein ausländer, der euch das nicht wünscht




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